In diesem Blogbeitrag möchte ich euch die sogenannten “G-BOMBS” von Dr. Fuhrman vorstellen. Dr. Fuhrman hat viele sehr informative Bücher geschrieben, unter anderem das Buch “Eat to Live”. Bei den “G-BOMBS” handelt es sich um eine Abkürzung, die 6 Lebensmittelgruppen beschreibt welche viele gesunde Eigenschaften haben, sehr effektiv bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Krebs sind, und allgemein ein gesundes und langes Leben fördern.
Aus den genannten Eigenschaften empfiehlt Dr. Furman diese 6 Lebensmittelgruppen täglich in seine Ernährung zu integrieren.

Die Abkürzung “G-BOMBS” steht für Greens (Grünes Blattgemüse), Beans (Hülsenfrüchte), Onions (Zwiebeln), Mushrooms (Pilze), Berries (Beeren), und Seeds (Samen und Nüsse).
Im Folgenden werde ich auf die einzelnen Lebensmittelgruppen genauer eingehen und ein paar Punkte aufzählen warum sie so gesund sind.

 

G – Greens – Grünes Blattgemüse:

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  • Grünes Blattgemüse ist sehr kalorienarm und aber extrem vollgepackt mit Nährstoffen. Sie enthalten Stoffe welche die Blutgefäße schützen und stehen in Verbindung mit einem geringeren Diabetesrisiko.
  • Grünes Blattgemüse eignet sich sehr gut um abzunehmen, da es sehr kalorienarm ist und daher in unbegrenzten Mengen gegessen werden kann.
  • Grünes Blattgemüse ist eines der nährstoffreichsten Lebensmitteln.
  • Der Großteil der Kalorien aus grünem Blattgemüse kommt aus Proteinen, sie sind also auch eine super Eiweißquelle. Außerdem enthalten sie sehr viel Folsäure und Kalzium, sowie kleine Mengen an den essentiellen Omega-3-Fettsäuren.
  • Grünes Blattgemüse haben einen hohen Anteil an Carotinoiden, eine Art von Antioxidantien, insbesondere Luteine und Zeaxanthine. Diese Carotinoide sind bekannt dafür gesunde Augen und eine gute Sehkraft zu fördern.
  • Einige der grünen Blattgemüse zählen außerdem zu der Familie der Kreuzblütler, welche sehr gesund sind und viele gesundheitsfördernden Stoffe enthalten.
  • Alle Gemüsearten enthalten gesundheitsfördernde Mikronährstoffe, aber Kreuzblütler sind die einzigen welche die sogenannten Glucosinolate enthalten. Wenn nun die Zellwände durch Kauen, Schneiden, oder Mixen aufgebrochen werden, findet eine chemische Reaktion statt, welche die Glucosinolate in sogenannte Isothiocyanate umwandeln. Diese Stoffe haben sehr starke Anti-Krebs-Eigenschaften, darunter insbesondere der Stoff Sulforaphan, welcher in besonders hohen Mengen in Brokkoli vorkommt.
  • Isothiocyanate können Karzinogene bekämpfen, Entzündungen hemmen, oxidativen Stress neutralisieren, und Krebszellen töten.

 

B – Beans – Hülsenfrüchte:

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  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen sind vollgepackt mit Nährstoffen. Sie sind die nährstoffreichsten Quelle an Kohlenhydraten.
  • Hülsenfrüchte werden langsam verdaut und haben daher einen stabilisierenden Effekt auf den Blutzuckerspiegel. Dies wiederum führt dazu, dass man sich schneller satt fühlt und dass man weniger Gelüste nach Süßigkeiten oder Fastfood hat. Aus diesen Gründen sind Hülsenfrüchte super zum Abnehmen geeignet und wirken auch dem Risiko an Diabetes zu erkranken entgegen.
  • Außerdem enthalten Hülsenfrüchte wasserlösliche Ballaststoffe, welche den Cholesterinspiegel senken.
  • In einer Studie wurde gezeigt, dass wenn man Hülsenfrüchte mindestens zwei mal pro Woche konsumiert, man ein um 50% reduziertes Risiko an Darmkrebs zu erkranken hat. Außerdem kann der Verzehr von Hülsenfrüchten auch gegen andere Krebsarten schützen, wie z.B. Magen- oder Nierenkrebs.
  • Weitere Informationen zu den Vorteilen von Hülsenfrüchte findest du hier.

 

O – Onions – Zwiebeln:

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  • Zwiebeln, aber auch Lauch, Knoblauch, und Schalotten gehören zu der Familie der Allium. Die Gemüsesorten dieser Familie haben vorteilhafte Eigenschaften für das Kardiovaskuläre- und das Immunsystem. Außerdem haben sie Anti-Diabetes- und Anti-Krebs-Eigenschaften.
  • Gemüsearten der Allium Familie sind für ihren Gehalt an organischem Sulfur bekannt. Ähnlich wie die Isothiocyanate aus Kreuzblütlern, werden diese organischen Sulfur Verbindungen in Zwiebeln beim Schneiden oder Kauen freigesetzt.
  • In Studien wurde gezeigt, dass eine erhöhte Zufuhr an Gemüsearten der Allium Familie damit in Assoziation steht ein geringeres Risiko für Prostata- und Magenkrebs zu haben. Diesen Verbindungen verhindern die Entwicklung von Krebs indem sie Krebszellenwachstum hemmen, Angiogenese (Wachstum von Blutgefäßen) blockieren, und Karzinogene bekämpfen.
  • Zwiebeln enthalten eine hohe Konzentration an den gesundheitsfördernden Flavonoid Antioxidantien, insbesondere Quercetin. Rote Zwiebeln enthalten außerdem noch mindestens 25 verschiedene Anthocyane. Quercetin verlangsamt die Tumorentwicklung, verhindert das Wachstum und die Proliferation von Darmkrebszellen. Flavonoide haben außerdem entzündungshemmende Eigenschaften welche zur Vorbeugung von Krebs beitragen können.

 

M – Mushrooms – Pilze:

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  • Der regelmäßige Verzehr von Pilzen steht in Assoziation mit einem reduzierten Risiko an Brust-, Mage-, und Dickdarmkrebs zu erkranken.
  • In einer Studie wurde gezeigt, dass Frauen die täglich mindestens 10 Gramm Pilze gegessen haben, ein um 64% reduziertes Risiko hatten an Brustkrebs zu erkranken. Frauen die täglich mindestens 10 Gramm Pilze gegessen haben und täglich Grüntee getrunken haben, hatten sogar ein um 89% reduziertes Risiko.
  • Alle Pilze haben Anti-Krebs-Eigenschaften, manche davon sind entzündungshemmend, stimulieren das Immunsystem, verhindern DNA-Mutationen, verlangsamen das Wachstum von Krebszellen, verursachen den programmierten Zelltod von Krebszellen, und verhindern Angiogenese (das Wachstum von Blutgefäßen).
  • Zusätzlich zu diesen Eigenschaften sind Pilze einzigartig darin, dass sie sogenannte Aromataseblocker enthalten. Dies sind Stoffe welche die Produktion von Östrogen verhindern können. Diese Stoffe sind zum Großteil dafür verantwortlich, dass Pilze so effektiv das Brustkrebsrisiko senken können. Manche Medikamente gegen Brustkrebs enthalten sogar diese Aromataseblocker.
  • Der regelmäßige Verzehr von Lebensmitteln mit diesen Aromataseblockern ist eine super Strategie um sein Brustkrebsrisiko zu reduzieren.
  • Pilze sollten allerdings nur gekocht konsumiert werden, da manche rohen Pilze den eventuell krebserregenden Stoff Agaritin enthalten. Beim Kochen wird der Gehalt an Agaritin signifikant reduziert.

 

B – Berries – Beeren:

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  • Beeren wie z.B. Heidelbeeren, Erdbeeren, und Brombeeren sind richtige “Superfoods”.
  • Beeren sind süß aber enthalten trotzdem relativ wenig Zucker im Vergleich zu anderem Obst. Zusätzlich sind Beeren super reich an Nährstoffen. Sie sind eins der Lebensmittel mit der höchsten Konzentration an Antioxidantien. Besonders die kräftigen Farben von Beeren bedeuten, dass sie sehr viele Antioxidantien, insbesondere Flavonoide enthalten.
  • Beeren haben einen schützenden Effekt vor kardiovaskulären Krankheiten und Krebs. Sie reduzieren den Blutdruck, wirken entzündungshemmend, verhindern DNA-Mutationen, verhindern Tumorwachstum, und stimulieren die körpereigenen antioxidativen Enzyme.
  • Der Verzehr von Beeren steht in Assoziation mit einem reduzierten Risiko für Diabetes, Krebs, und kognitivem Verfall.
  • Außerdem wurde gezeigt, dass Beeren ein geniales Lebensmittel für das Gehirn sind. Sie verbessern die motorischen Fähigkeiten sowie die Gedächtnisleistung.

 

S – Seeds – Samen und Nüsse:

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  • Samen und Nüsse enthalten viele gesunde Fette und sind reich an einem Spektrum von Mikronährstoffen wie z.B. Phytosterine, Antioxidantien, und Mineralien.
  • In vielen Studien wurde bereits gezeigt, dass Nüsse einen positiven Effekt auf das kardiovaskuläre System haben.
  • Obwohl Nüsse relativ viele Kalorien enthalten, wurde in Studien gezeigt, dass Probanden die Nüssen in ihre Ernährung aufnahmen nicht zugenommen haben, und manchmal sogar abgenommen haben. Außerdem hat es zu einem reduzierten Risiko an Diabetes zu erkranken geführt, bzw. die Symptome von Diabetes verbessert.
  • Samen haben ein ähnliches Nährstoffprofil wie Nüsse im Bezug auf gesunde Fette, Antioxidantien, und Mineralien. Allerdings haben alle Samen ihre einzigartigen Vorteile.
  • Lein-, Chia-, und Hanfsamen enthalten sehr viele essentielle Omega-3-Fettsäuren. Außerdem enthalten Leinsamen noch sehr viele Ballaststoffe und Lignane.
  • Leinsamen schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und die Lignane in Leinsamen und Sesamsamen haben Anti-Krebs-Eigenschaften. Weitere Informationen zu den Vorteilen von Leinsamen findest du hier.
  • Sonnenblumenkerne enthalten besonders viel Protein und Mineralstoffe, und Vitamin E.
  • Kürbiskerne enthalten viel Eisen, Kalzium, und Zink.
  • Sesamsamen haben den höchsten Gehalt an Kalzium. Außerdem haben sie auch sehr viel Vitamin E. Schwarze Sesamsamen enthalten zusätzlich noch sehr viele Antioxidantien.
  • Die gesunden Fette in Samen und Nüssen führen auch zu einer besseren Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen wenn man sie zusammen mit Gemüse konsumiert.

 

Quellen und Studien:

https://www.drfuhrman.com/learn/library/articles/29/the-healthiest-anti-cancer-foods-g-bombs

 

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